Maßnahmenbeschreibung
Mit unserer Aktion werden die Bäume nicht nur gepflanzt, sondern auch über einen Zeitraum von drei Jahren gepflegt. Wir möchten die optimalen Bedingungen für das Anwachsen der Pflanzen schaffen, unsere Pflanzaktion umfasst daher folgende Maßnahmen:

- Vorbereitung und Pflügen der 2,4 Hektar großen Flächen
- Bau von ca. 880 m Zaun (Schutz der Jungpflanzen vor Wildverbiss)
- Ziel: Pflanzung von10.000 Pflanzen
- Anbringung von Tonkinstäben zum besseren Auffinden bei der Pflege
- Nachbesserung und Ersatz von kranken Pflanzen
- 3 x großräumige Bewässerung (bei Bedarf)
- Kulturpflege und regelmäßiges Freischneiden der Pflanzen (3 Jahre)
Baumauswahl
Die für die Anpassung der Wälder an den Klimawandel geeigneten Baumarten sollten ökologisch und ökonomisch gut in unseren Wald integriert oder integrierbar sein. So können heimische wie auch alternative Baumarten zum Zuge kommen. Insbesondere nahe Verwandte zu heimischen Arten aus dem europäisch-asiatischen Kontaktbereich kommen hierbei in den Fokus. Dabei ist insbesondere die Herkunft des Vermehrungsgutes für Anpassungsfähigkeit und den erfolgreichen Anbau von entscheidender Bedeutung. (Auszug aus der Leitlinie für die Baumartenwahl im Klimawandel der Bayerischen Forstverwaltung)
In der praktischen Umsetzung gilt es vorrangig seltene heimische Arten zu stärken.
Aus dem Fächer der seltenen heimischen Baumarten wurden folgende ausgewählt: Edelkastanie, Feldahorn, Flatterulme, Kirsche, Sommerlinde, Wildbirne, Spitzahorn, Eibe, Baumhasel, Rotbuche, Hainbuche
Waldränder
Waldränder sind die artenreichsten Areale in einem Wald und daher für die Biodiversität unserer Kulturlandschaft von herausragender Bedeutung. Sie dienen als Lebens- und Brutraum für zahlreiche heimische Vogel- und Kleintierarten.
Gleichzeitig sind sie Nahrungsquelle unserer heimischen Insekten, darüber hinaus ein wertvolles, die Landschaft prägendes, gestalterisches und bereicherndes Element - gerade während ihrer Blütezeit. Die Anlage von Hecken als Teil des Waldrandes sind Ausdruck einer multifunktional und glaubwürdig agierenden Forstwirtschaft, die auch die Aspekte des Naturschutzes in ihrem Handeln berücksichtigt und hier bewusst auf Holzproduktion und damit zukünftige Einnahmen verzichtet.
Zur Waldrandgestaltung, Abgrenzung und als Übergang zu den landwirtschaftlichen Nachbargrundstücken sind folgende Straucharten vorgesehen: Heckenrose, Weißdorn, Sanddorn, Kornelkirsche, Wildbirne
Lage der Maßnahmen
Unsere beiden Aufforstungsflächen befinden sich nordwestlich von Gemünden am Main am Rande des Ortsteils Schaippach. Beide Areale sind öffentlich / kommunal. Die Flächen wurden von der Unteren Naturschutzbehörde geprüft, es liegt eine Aufforstungsgenehmigung vor.
Pflanzfläche 1 ca. 1,6 Hektar Koordinaten: 50.0806, 9.6506

Pflanzfläche 2 ca. 0,8 Hektar Koordinaten: 50.0773, 9.6527

Der Zustand unserer Wälder wird immer kritischer. Klimawandel und Monokulturen gefährden auf Dauer unsere Lebensgrundlagen. Mit unseren Aktionen möchten wir informieren und ein Bewusstsein für den Wald und die Umwelt schaffen. Unser Spessart ist das größte zusammenhängende Gebiet aus Laubmischwäldern in Deutschland und das soll auch so bleiben. Mit der diesjährigen Pflanzaktion 2021 möchten wir unseren ersten regionalen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung unserer Wälder leisten.
»Wir packen es an, sei dabei!«
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